Lösung Rätsel Tafel 2
Richtig: a
Im Gegensatz zum Schwarzdorn sind die Blätter des Weissdorns tief eingeschnitten. Die Rinde ist hell, beim Schwarzdorn ist sie dunkel. Beim Gründorn handelt es sich um eine kreative Worterfindung. Es gibt keine heimische Pflanze, die so heissen würde.
Hintergrundinformationen zum Standort
Joe Scherrer erwarb im April 1991 dieses Stück Land im Isenried mit der Absicht, hier eine Hecke zur Aufwertung und Vernetzung der Natur zu pflanzen. Dies geschah dann auch noch im Oktober desselben Jahres mit Hilfe des Natur- und Vogelschutzvereins Lerche Aesch ZH und SchülerInnen aus Aesch. Im März 1992 folgte die Pflanzung von Hochstammobstbäumen, die weiter das Land aufwerteten. Über all die Jahre hat er Bäume und Sträucher gepflegt und alles ist zu einer vielseitigen und wertvollen Heimat für zahlreiche Vögel, Insekten und Reptilien geworden. Zum Beispiel lässt sich der Neuntöter immer wieder blicken und mehrere erfolgreiche Bruten konnten nachgewiesen werden. Im Jahr 2019 hat Joe Scherrer das Stück Land seinem Sohn Jan Scherrer als Schenkung übertragen, der seither das wertvolle Stück Land zusammen mit dem Natur- und Vogelschutzverein hegt und pflegt. Bewirtschaftet wird es seit dem Erwerb von der Familie Käser.
Vertiefungsthema
Nachdem der NVV Lerche seit den frühen 1970er-Jahren dafür kämpfte, dass die verbliebenen Naturperlen (Streuwiesen, Nassstandorte) geschützt werden, war es 1973 zuerst nur das Naturschutzgebiet Feltsch – 1986 kamen weitere dazu, doch die Pflege ist aufwändig und die Besitzer/Bewirtschafter wurden nicht entschädigt, also wurde auch kaum gepflegt, ausser im Feltsch durch den NVV Lerche.
1989 Bepflanzung des Strassenbordes zwischen Halden- und Brunnacherstrasse durch den Verein, Pflege durch die Gemeinde – anschliessend weitere Hecken durch den NVV Lerche mit Unterstützung von Schulklassen, doch Jahre später mussten auch diese gepflegt werden – was nicht immer gelang.
Erst 2012 schuf die Gemeinde das Vernetzungsprojekt, an dem auch Bund, Kanton und Landwirte beteiligt sind und mitmachende Bewirtschafter durch Direktzahlungen entschädigt werden. 2013 entstand daraus auch noch die Hecke entlang der Chüewaldstrasse oberhalb der Eggweid.
Vernetzungsprojekte (100 im Kanton ZH) haben zum Ziel, die Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Nutzflächen zu erhalten und zu fördern und wertvolle Lebensräume miteinander zu vernetzen. Die Bewirtschaftenden haben die Möglichkeit, ihre Biodiversitätsförderflächen gezielt aufzuwerten. Zur Vernetzung mit Direktzahlungen gehört also noch viel mehr als Hecken: Hochstammobstbäume, Buntbrachen, Nützlingsstreifen, Ökowiesen, Stein- und Asthaufen usw.
