Lösung Rätsel Tafel 5
Richtig: b
Weitere Infos z.B. hier: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie/artikel/schlagbaummechanismus#
Hintergrundinformationen zum Standort
Quellen/Quellschutzgebiet: Die Quellen im Gebiet Gummhalden/Büel decken etwa einen Fünftel des Aescher Wasserverbrauchs – es sind die einzigen aktuell genutzten Trinkwasser-Quellen in Aesch (seit 1899, dem Bau des Reservoirs Büel). Das restliche benötigte Wasser kommt vom Grundwasserpumpwerk Maschwanden und aus der Stadt Zürich (teilweise Seewasser / GALM Regionale Gruppenwasserversorgung Amt-Limmattal-Mutschellen).
Vertiefungsthema
Wie können Magerwiesen gefördert werden?
Die meisten Magerwiesen gibt es noch an steilen Lagen, wo nicht gedüngt werden kann und wo wenig geweidet wird. Bei uns sind also die Voraussetzungen kaum gegeben mit Ausnahme dieses Quellschutzgebietes und einiger Wiesen im Feltsch und am Rebhoger - dort wird deshalb das Naturschutzgebiet gegen Norden vergrössert.
Neue Magerwiesen schaffen: Dazu wird gelegentlich der Humus abtransportiert und es bleibt magere Erde, die sich für eine Magerwiese eignet – aber das sind Spezialfälle.
Ein Beispiel eines Vereinsvorstandsmitglieds: im Garten wurde 45 Jahre der Rasen nicht gedüngt, aber in den letzten Jahren vertikutiert, um das Moos loszuwerden – und dann Blumenwiesenmischung darübergestreut – so entsteht eine Magerwiese. Statt Blumenwiesenmischung oder zusätzlich dazu könnten Wiesenblumen eingepflanzt werden. Weiter entscheidend ist, dass erst Mitte Juni oder noch später erstmals gemäht wird und das Heu liegen bleibt, bis die Samen abgefallen sind – dann aber zusammennehmen.
Nicht nur der Dünger (Mist, Jauche oder Kunstdünger) ist ein Problem, das die früher vielfältigere Natur einschränkt, sondern auch das häufige mähen.
Ausmagern kann man deshalb auch mit dem Schneiden des Grases in kürzeren Intervallen über mehrere Jahre - das Schnittgut jedoch nicht liegenlassen und nie mulchen > die Blumen fehlen dann noch.
Mehr zu Gewässerschutz:
Dass in Schutzzonen nicht gedüngt und nur beschränkt geweidet werden darf, nützt auch offenen Gewässern. Aus den vielen Entwässerungsröhren im Boden (in 1m Tiefe) kommt eben auch nährstoffreiches Wasser in den Bach – doch ohne Düngung sind die landwirtschaftlichen Erträge schlecht, deshalb wird seit jeher gedüngt und geweidet.
Immerhin sind unsere Kläranlagen imstande, das Abwasser so weit zu säubern, dass fast überall gebadet werden kann.
Das Wasser-Trennsystem (verschmutztes Abwasser / sauberes Meteorwasser) ist in Aesch im Aufbau – in Neubauten und nach grösseren Umbauten fliesst das Dachwasser in die Meteorwasserleitung und in den Bach statt in die Kläranlage (wo es diese bei Starkregen überfordert! -> Überlauf der Kanalisation in den Bach)
Quellfassungen und Wasserversorgung (Quellschutzgebiet Chüebuck):
Bis 1899 speisten einzelne Quellen je ihren Brunnen im Dorf, von dort musste das Wasser ins Haus geholt werden. Von der Quellfassung läuft das Wasser zuerst in die Brunnenstube (den Kontrollschacht) und dann zum Brunnen oder ins Reservoir. In Trockenperioden versiegten jeweils einige dieser Quellen. Deshalb wurde 1899 das Reservoir Büel gebaut, die Quellen des Chüebuck daran angeschlossen und Wasserleitungen in die Häuser im Dorf gezogen. Heute noch plätschern einige Brunnen von anderen Quellen, doch ihre Wasserqualität wird nicht mehr geprüft – für Tiere kein Problem.
1950 wurde die Gruppenwasserversorgung Amt gegründet mit dem Grundwasserpumpwerk Maschwanden und den nötigen Verbindungsleitungen im ganzen Bezirk Affoltern. Neben Aesch sind auch Arni, Islisberg und Oberlunkhofen angeschlossen. Aesch erstellte die Reservoire Weid/Burst und Chüewald.
Das reichte bis zum Zusammenschluss 1972 mit der Stadt Zürich und den Mutschellen-Gemeinden > GALM – und dem Aescher Bau des Reservoirs Tobelhau, seither ist auch der Wasserdruck überall ausreichend. 2020 musste das GWP Maschwanden wegen chemischen Verunreinigungen abgestellt werden (Zukunft ungewiss, aber Zürich liefert zuverlässig).
