Lösung zum Rätsel Tafel 6
Richtig: a
Die Raupen vom Kleinen Fuchs sind an den gelben Linien von den anderen beiden Raupenarten zu unterscheiden. Alle drei Tagfalterarten (Kleiner Fuchs, C-Falter und Tagpfauenauge) entwickeln sich an Brennnesseln.
Weitere Infos z.B. hier: https://www.srf.ch/audio/ratgeber/brennnesseln-befluegeln-schmetterlinge?id=11543874
Hintergrundinformationen zum Standort
Ehemaliger Feuerwehrweiher (Text von Tafel 1 Aescherbach): Im Bereich des Dorfes hatte es früher drei Staustufen für die Wasserentnahme im Brandfall. Sie liegen je vor den drei Brücken. Mit Eimern wurde das Wasser von dort zum Brandherd oder zur Feuerspritze gereicht. Leider kam es trotzdem zu mehreren Brandkatastrophen. Später kam die Motorspritze zum Einsatz – mit Saugschlauch vom Bach her. Da der Aescherbach schon früher manchmal wenig Wasser führte, wurden Weiher in der Weiermatten und gegen Arni als Wasserspeicher genutzt, welche im Brandfall in den Dorfbach entleert werden konnten. Nach dem Beton-Ausbau 1930 in der Weihermatten diente dieser Weiher zudem der Jugend als Schwimmbecken (siehe Foto). Seitdem das Hydrantennetz ausgebaut ist, sind die Staustufen und der Weiher nicht mehr nötig und moderne Hygienevorschriften haben dazu geführt, dass der Badebetrieb eingestellt wurde.
Vertiefungsthema
Mehr zu Auenlandschaften:
Heute noch vorhandene Auen gibt es nur an grossen Flüssen: Limmat bei Dietikon / Reuss bei Rottenschwil, Bremgarten-Zufikon und weiter der Reuss nach, Aare beim Bielersee und zwischen Schinznach und Brugg. Auch dort sind aber die Flüsse so gebändigt, dass kaum noch Verschiebungen und grosse Überschwemmungen stattfinden – die alten Flussschleifen sind einfach erhalten.
Zwischen Aesch und Arni gab es früher eine ausgedehnte Riedlandschaft wie an allen flachen Stellen in unserer Umgebung, das Bächlein begann mitten im Ried am Übergang zwischen Aesch und Arni und am Hang unterhalb Islisberg. Heute fliesst es dort in Röhren, die 250m südlich von hier enden = Beginn des offenen Baches. Das Wasser des Aescherbachs hatte aber nie genug Kraft für grosse Landschaftsveränderungen, trotzdem nach Gewittern die Wassermenge viel grösser war als heute – nur im Aeschertobel rumpelte und toste es dann.
Feuerwehrweiher:
Am Standort der heutigen Einstellhalle existierte früher ein betonierter Feuerwehrweiher – der bei Brandfällen in den Dorfbach abgelassen werden konnte, um das Wasser bei den Staustufen/Brücken im Dorf herausholen zu können. Denn vor 1900 gab es keine Hydranten und das Wasser wurde mit Eimern zum Brandherd getragen. Noch bis 1980 war der Wasserdruck in den Hydranten im Dorfzentrum schwach, so dass die Motorspritze das Wasser aus dem Bach resp. vom Weiher in die Feuerwehrschläuche pumpte.
Da der Weiher auch als Amphibien-Laichgewässer diente, musste eine Ersatzlösung gefunden werden. Dazu wurde der obere Weiher im Feltsch (Naturschutzgebiet, Tafel 7) vergrössert und mit einer dicken Folie ausgelegt, die das Versickern verhindert und mit Kies und Geröll an den Rändern geschützt ist.
Faszination Metamorphose Kleiner Fuchs:
Das Schmetterlingsweibchen legt nach der Überwinterung an einem geschützten Ort im Frühling 50-200 grüne Eier auf die Blattunterseite junger Brennnesseln. Daraus schlüpfen kleine schwarzgrüne Räupchen, die die Blätter fressen und sich einige Male häuten, wenn sie grösser werden. Nach etwa einem Monat (temperaturabhängig) verwandeln sie sich in eine reglos hängende hellbraune Stützpuppe, die aber oft von Vögeln gefressen werden. Innerhalb von 2 Wochen verwandelt sich darin die Raupe in einen Schmetterling – drückt die Puppe auf, entfaltet seine farbigen Flügel und fliegt als Kleiner Fuchs davon. Er ernährt sich nun von Nektar – im Herbst paaren sich Männchen und Weibchen und alles beginnt von vorn.
